Moderne Bedingungen für unsere Einsatzkräfte und eine starke rettungsdienstliche Versorgung der Region

Am 24. August 2026 haben wir unsere neue Rettungswache in Großthiemig offiziell in Betrieb genommen. Für unseren Rettungsdienst ist das ein besonderer Tag. Denn mit der neuen Wache schaffen wir nicht nur ein modernes Gebäude, sondern vor allem bessere Voraussetzungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für die Menschen, die auf schnelle Hilfe angewiesen sind.

Der offizielle Baubeginn war am 17. März 2025. In den Jahren 2025 und 2026 wurden rund 1,6 Millionen Euro in den neuen Standort investiert. Eine Summe, hinter der für mich vor allem eines steht: die Entscheidung, in die Sicherheit und die Zukunft des Rettungsdienstes zu investieren.

Gute Arbeitsbedingungen sind ein wichtiger Teil des Rettungsdienstes

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten ihren Dienst rund um die Uhr. Sie warten auf den nächsten Einsatz, bereiten Fahrzeuge und Material vor, dokumentieren, reinigen und desinfizieren die Ausrüstung und müssen gleichzeitig jederzeit bereit sein, innerhalb kürzester Zeit hochkonzentriert auszurücken.

Deshalb war es uns wichtig, in Großthiemig einen Standort zu schaffen, der diesen Anforderungen gerecht wird.

Die neue Rettungswache verfügt unter anderem über einen Stellplatz für den Rettungswagen, Aufenthalts- und Ruheräume, Sanitärbereiche, einen Desinfektionsraum, Büroarbeitsplätze sowie geeignete Lagerflächen für Medikamente, Verbrauchsmaterialien und Einsatzmittel.

Gute Arbeitsbedingungen sind dabei kein Luxus. Sie sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch unter hoher Belastung dauerhaft gute Arbeit leisten können.

Rund 1.000 Einsätze im Jahr

Die Rettungswache Großthiemig wird an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr besetzt sein.

Von hier aus werden jährlich rund 1.000 Einsätze gefahren. Etwa 450 davon führen in unseren Landkreis Elbe-Elster. Weitere rund 450 Einsätze gehen in den Landkreis Oberspreewald-Lausitz, insbesondere nach Tettau, Lindenau, Großkmehlen und Kleinkmehlen. Rund 100 Einsätze pro Jahr führen unsere Einsatzkräfte sogar über die Landesgrenze hinweg in den Landkreis Meißen.

Diese Zahlen zeigen sehr deutlich, welche Bedeutung der Standort für die Versorgung der gesamten Region hat.

Hilfe kennt keine Grenzen

Rettungsdienst endet nicht am Ortsschild, an einer Kreisgrenze oder an einer Landesgrenze.

Ein Herzinfarkt fragt nicht nach Verwaltungszuständigkeiten. Ein schwerer Verkehrsunfall auch nicht. Für einen Menschen, der gerade dringend Hilfe benötigt, zählt nur, dass die Hilfe schnell kommt und die Einsatzkräfte die notwendige Qualifikation und Ausstattung mitbringen.

Genau deshalb ist die neue Rettungswache Großthiemig ein Beispiel dafür, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit über Kreis- und Landesgrenzen hinweg ist.

Neue Rettungswache Großthiemig

Elfter neuer Standort seit 2010

Mit Großthiemig setzen wir den konsequenten Ausbau unserer Rettungsdienstinfrastruktur fort. Seit 2010 hat der Landkreis Elbe-Elster zehn neue Rettungswachen errichtet. Großthiemig ist nun der elfte Standort dieses Neubauprogramms.

Darauf können wir durchaus stolz sein.

Dabei geht es uns nicht darum, einfach neue Gebäude zu errichten. Eine Rettungswache muss dort stehen, wo sie gebraucht wird, und sie muss gleichzeitig gute Bedingungen für die Menschen bieten, die dort arbeiten.

Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Menschen in Not möglichst schnell erreichen können.

Die Hilfsfrist im Blick

Eine wichtige Grundlage ist dabei die gesetzliche Zielstellung, die Hilfsfrist von 15 Minuten bei mindestens 95 Prozent der hilfsfristrelevanten Einsätze einzuhalten.

Hinter jedem Einsatz steht ein Mensch. Hinter jeder Minute kann ein Mensch stehen, für den diese Zeit entscheidend ist.

Wenn wir deshalb neue Rettungswachen planen und unsere Rettungsmittel vorhalten, müssen wir uns immer fragen: Wie schnell können wir bei einem Menschen sein, wenn plötzlich jede Minute zählt?

Die neue Rettungswache Großthiemig ist dabei ein wichtiger Baustein.

Dank gilt allen Beteiligten

Ein solches Bauprojekt kann niemand allein umsetzen. Deshalb möchten wir uns bei allen Unternehmen, Planern und Handwerksbetrieben bedanken, die an der Entstehung der neuen Rettungswache beteiligt waren.

Dieser Dank gilt ebenso den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Gebäudemanagements, die das Projekt von der Planung bis zur Fertigstellung begleitet haben.

Bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung gibt es immer Abstimmungen, Änderungen, Herausforderungen und Entscheidungen, die getroffen werden müssen. Dass heute aus Plänen und Zeichnungen ein moderner und funktionierender Rettungsdienststandort geworden ist, ist der Verdienst vieler Menschen.

Besonders danken wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Der wichtigster Dank gilt aber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rettungsdienst.

Wir können moderne Rettungswachen bauen, neue Fahrzeuge beschaffen und hochwertige Medizintechnik einsetzen. All das ist wichtig. Aber kein Gebäude fährt zu einem Notfall. Kein Rettungswagen trifft allein eine medizinische Entscheidung.

Am Ende sind es Menschen, die Menschen helfen.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen nachts um drei Uhr auf, wenn der nächste Alarm eingeht. Sie fahren zu Menschen, die sich in einer akuten Notlage befinden, treffen unter hohem Zeitdruck Entscheidungen und leisten Hilfe, wenn andere nicht mehr weiterwissen.

Das ist eine große fachliche und menschliche Verantwortung. Dafür möchte wir ganz ausdrücklich Danke sagen.

Ein guter und sicherer Start für die neue Wache

Mit der Inbetriebnahme beginnt nun der eigentliche Alltag in der neuen Rettungswache Großthiemig.

Ich wünsche allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die künftig hier ihren Dienst versehen, ein gutes Miteinander, möglichst viele ruhige Momente zwischen den Einsätzen und vor allem sichere Einsätze.

Und ich wünsche ihnen das, was sich wahrscheinlich auch ihre Familien jeden Tag wünschen: dass sie nach jedem Einsatz gesund wieder durch dieses Tor zurückkommen.

Denn genau dann hat diese Wache ihren wichtigsten Zweck erfüllt.

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